Neu ab 02.01.2017

Ab dem 2. Januar 2017 ändert sich bei der GVL die Grundlage für die Herstellervergütung: Diese wird künftig nicht mehr auf Basis des Labelcodes, sondern anhand Ihres im GVL-System neu registrierten Repertoires trackgenau errechnet. Der Labelcode ist also nicht mehr die Grundlage Ihrer Vergütungsrechnung, bleibt aber als zusätzliches Kennzeichen erhalten.

Die dafür erforderlichen Funktionalitäten werden im Herstellerportal label.gvl bereitgestellt und schrittweise ausgebaut.

Mit den folgenden Q&A möchten wir Ihre Fragen schnell und präzise beantworten:

[Stand: 06.02.2017]

Diese Umstellung ist notwendig, um gesetzlichen Anforderungen Rechnung zu tragen und gleichzeitig internationale Kompatibilität herzustellen.

Durch das neue Abrechnungssystem erhalten Sie für alle ab dem 2. Januar 2017 erhaltenen Vergütungen und für die Nutzungen Ihrer Aufnahmen eine trackgenaue Abrechnung. Bei der noch bis zum 1. Januar 2017 gültigen labelcodebasierten Abrechnung wurden dagegen erhaltene Vergütungen pro Label zusammengefasst.

Als Label sichern Sie die Vergütung für die Nutzung Ihres Repertoires, indem Sie alle Ihre Aufnahmedaten im neuen Portal label.gvl hochladen. Die GVL wertet die Nutzungen von ausgewählten Rundfunksendern in Deutschland aus, wobei jede Nutzung einer Aufnahme zugeordnet wird. Sie erhalten als Label eine trackgenaue Auswertung in Bezug auf Nutzung und Vergütung Ihrer Aufnahmen.

Wie auch bisher können Sie im neuen Herstellerportal label.gvl Ihr Repertoire anlegen, überprüfen und verwalten. Und dies bei größerer Übersichtlichkeit und vereinfachter Bedienung.

Etwaige Rechteinhaberschaftskonflikte werden zukünftig im Rahmen eines automatischen Prozesses identifiziert und Ihnen zur Klärung übermittelt.

Die Umstellung auf die trackbasierte Vergütung ermöglicht es uns, Ihnen zukünftig Ihre Vergütungen bereits innerhalb von neun Monaten nach Ablauf eines Verteilungsjahrs auszuschütten.

Sukzessive werden wir zusätzliche Funktionalitäten bei der schrittweisen Weiterentwicklung des Portals integrieren.

Für Labels mit Wahrnehmungsvertrag bei der GVL:
Vor Ihrer ersten Anmeldung in label.gvl benötigen Sie ein neues Passwort. Dafür klicken Sie auf den Link „Passwort erneuern!“. Wir senden Ihnen umgehend einen Link an Ihre E-Mail-Adresse, um ein neues Passwort zu erstellen. Danach können Sie sich mit Ihrem bisherigen Nutzernamen (GVL-Vertragsnummer) und dem neuen Passwort anmelden und sofort im Portal arbeiten.

Für Labels ohne Wahrnehmungsvertrag bei der GVL:
Zunächst müssen Sie die GVL beauftragen, Ihre Leistungsschutzrechte für Sie wahrzunehmen, indem Sie einen Wahrnehmungsvertrag mit uns abschließen. Danach erhalten Sie Ihre Zugangsdaten zu label.gvl. Voraussetzungen für einen Vertragsabschluss: Sie erbringen einen Firmennachweis und haben im laufenden Jahr in physischer oder digitaler Form Aufnahmen veröffentlicht. Die Vertragsunterlagen finden Sie hier.

Ihre Kontaktdaten können Sie als natürliche Person in label.gvl unter dem Menüpunkt “Stammdaten“ eigenständig aktualisieren.  Falls Sie Ihre Stammdaten wie etwa Ihre Kontaktdaten als juristische Person, Ihre Bankverbindung oder Ihren Firmennamen ändern möchten, so steht Ihnen unser Support-Team telefonisch unter +49 30 48483-650 gern zur Verfügung oder Sie senden uns Ihre Änderungswünsche direkt per E-Mail an label@gvl.de.

Bitte legen Sie Ihr gesamtes Repertoire trackgenau im neuen Herstellerportal label.gvl an.

Wegen der ausgebauten gesetzlichen Anforderungen (trackgenaue Vergütung, Verteilung nach 9 Monaten, Reporting, Identifizierung Rechtekonflikte) und der erforderlichen Kompatibilität mit internationalen Standards sowie aus Gründen der Datengenauigkeit ist es nicht möglich, die bereits in TRISYS angelegten Datensätze in dem neuen Portal label.gvl zu nutzen.

Die bestmögliche Datenbasis als Grundlage für eine präzise Arbeit erhalten wir nur, wenn Sie alle Ihre Aufnahmen im neuen Portal anlegen. Dies gilt auch für Aufnahmedaten, die Sie vor dem 2. Januar 2017 in TRISYS hochgeladen haben. Dafür möchten wir Sie um Ihre aktive Mitwirkung bitten.

Für die trackbasierte Vergütung benötigen wir von Ihnen neben verschiedenen Informationen zu Titel und Interpret etc., auch Angaben zu Rechten, die Sie an der einzelnen Aufnahme innehaben. Dafür stellen wir Ihnen im neuen Portal label.gvl eine Tabellenvorlage (Excel) mit den exakten Spezifikationen zur Verfügung. Nur wenn Ihre Daten diesem Format entsprechen, können Sie diese hochladen. Alternativ können Sie die Eingabemaske unter “Eine Aufnahme hinzufügen“ nutzen, um einzelne Aufnahmen an die GVL zu übermitteln.

Ihre Aufnahmedaten laden Sie am einfachsten per Excel-Upload hoch. Dafür stellen wir Ihnen im neuen Portal label.gvl eine Tabellenvorlage zur Verfügung. Alternativ können Sie die Eingabemaske unter “Eine Aufnahme hinzufügen“ nutzen, um einzelne Aufnahmen an die GVL zu übermitteln.

Nachdem Sie Ihre Aufnahmedaten hochgeladen haben, werden diese von uns aufgenommen und verarbeitet. Anschließend können Sie die Aufnahmen, die Sie hochgeladen haben, unter „Ihr Repertoire“ finden und darin suchen. Wenn Sie Korrekturen an bereits hochgeladenen Daten vornehmen möchten, bearbeiten Sie diese bitte auf Ihrem Rechner und laden dann ausschließlich die geänderten Aufnahmedaten per Excel-Upload erneut hoch.

Für das Verteilungsjahr 2016, das bedeutet für die in 2016 von Rundfunksendern genutzten Aufnahmen, müssen Sie die entsprechenden Daten bis spätestens 30. April 2017 anmelden. Wir empfehlen, Ihre entsprechenden Rechte an Aufnahmen zu claimen, sobald diese veröffentlicht wurden.

Aufnahmen, die im Jahr 2016 genutzt, aber nicht bis zum 30. April 2017 hochgeladen wurden, können in der Ausschüttung im September 2017 nicht vergütet werden, sondern werden erst in späteren Ausschüttungen berücksichtigt.

Mit der Umstellung schütten wir die Vergütungen nun bereits innerhalb von neun Monaten nach Ablauf des laufenden Verteilungsjahrs aus und damit drei Monate früher als bislang. Für die erste Ausschüttung nach dem neuen System für das Nutzungsjahr 2016 ergibt sich damit der 30. September 2017.

Ihre Sendeminutenergebnisse ab dem Jahr 2010 stehen Ihnen auch im neuen Herstellerportal als PDF- oder XLS-Datei zum Abruf zur Verfügung.

Auch weiterhin vergibt die GVL Labelcodes auf Antrag eines Tonträgerherstellers. Der Labelcode (LC) ist eine eindeutige fünfstellige Zahl (Beispiel: LC 12345) und dem Label zugeordnet. Er ist nicht mehr die Grundlage Ihrer Vergütungsrechnung, bleibt aber als zusätzliches Kennzeichen erhalten.

Sollten Sie noch keinen Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen und keinen Labelcode erhalten haben, finden Sie hier die notwendigen Antragsformulare. Sie haben bereits einen Wahrnehmungsvertrag mit uns abgeschlossen und einen Labelcode erhalten und möchten nun einen weiteren Labelcode beantragen? Dann finden Sie hier das Anmeldeformular.

Wie auch der Labelcode weiterhin vergeben wird, so wird auch das Label weiterhin registriert.

Im Portal stellen wir Ihnen eine Tabellenvorlage (Excel) zur Verfügung. In diese können Sie Ihre Repertoire-Daten eintragen und anschließend hochladen. Ferner gewährleisten wir in Zukunft durch geeignete Schnittstellen die schnelle und komfortable Datenübertragung.
Alternativ können Sie die Eingabemaske unter “Eine Aufnahme hinzufügen“ nutzen, um einzelne Aufnahmen an die GVL zu übermitteln.

Die effizienteste Vorgehensweise im Hinblick auf Ihre Vergütung ist stark von Ihrem individuellen Repertoire, dessen Nutzung und Ihrem Datenbestand abhängig. Deswegen können wir keine allgemeine Antwort darauf geben. Lassen Sie sich persönlich von unserem Support-Team beraten. Wir stehen Ihnen gerne zur Seite: montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr unter +49 30 48483-650 oder unter label@gvl.de.

Um das Herstellerportal label.gvl nutzen und darin Ihre Rechte an Aufnahmen claimen zu können, benötigen Sie, wie auch beim Vorgänger-Portal TRISYS, einen PC mit Internetzugang. Denn Ihre Repertoire-Daten werden in unserem System zentral gespeichert und automatisch mit den entsprechenden Produktdaten der Nutzer abgeglichen. Auf diese Weise arbeiten wir sehr wirtschaftlich. Eine manuelle Zuordnung von schriftlich eingegangenen Repertoire-Daten zu den entsprechenden Produktdaten wäre dagegen sehr zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden – Geld, mit welchem wir im Auftrag unserer Berechtigten sehr verantwortungsbewusst umgehen.

Dennoch bieten wir Labels ohne PC und/oder Internetzugang die Möglichkeit, Ihre Repertoire-Daten schriftlich einzureichen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir als treuhänderische Verwertungsgesellschaft eine Bearbeitungsgebühr für diesen Mehraufwand erheben müssen. Die Höhe wird gegenwärtig mit unserer Aufsichtsbehörde – dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) – abgestimmt.

Wir unterstützen Sie in der Online-Anmeldung! Mit dem neuen Herstellerportal label.gvl bieten wir Ihnen nicht nur eine komfortable Benutzerführung, sondern auch eine vereinfachte Möglichkeit, Ihre Aufnahmedaten hochzuladen und zu verwalten. Gerne führen wir Sie durch das Online-Portal, um Sie bei der Suche nach Aufnahmen und dem Anlegen Ihrer Aufnahmedaten zu unterstützen. Nicht zuletzt können wir auf diese Weise die Bearbeitungsgebühr für Sie vermeiden.

Sie haben noch Fragen zum neuen trackbasierten Verteilungssystem oder zum neuen Herstellerportal label.gvl? Unser Support-Team für Labels ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr gerne für Sie da und beantwortet schnell und kompetent Ihre Fragen – telefonisch unter +49 30 48483-650 und per E-Mail unter label@gvl.de.