Felix Partenzi

Geburtsjahr und Geburtsort:
1970 in Quakenbrück

Beruflicher Schwerpunkt:
Hörspielregie, Pädagogik

Vertreter der GVL-Berechtigten seit:
2012

Delegierter der Gruppe:
Regisseure (außer Musikregisseure)

Warum sind Sie Delegierter der GVL?

Ich vertrete die Interessen der Regisseure von Hörspielen, Hörfeatures, Musikvideos etc.. Als Vorstand des Verbands der HörspielRegie e.V. spreche ich für die freischaffenden Hörspielregisseurinnen und Hörspielregisseure im deutschsprachigen Rundfunk. Die Radiokunst spürt die Veränderungen der Kulturlandschaft und den Wandel der politischen Rahmenbedingungen seit Jahren überdeutlich. Mir geht es nicht nur um den Erhalt des weltweit ziemlich einzigartigen Kunstform Hörspiel, sondern um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen für professionelles Kulturschaffen in der Vielfalt, die Europas Mitte auszeichnet. Dazu leistet das Leistungsschutzrecht (und dessen Wahrnehmung) einen wichtigen Beitrag –durch die grundsätzliche (und finanzielle) Würdigung künstlerischer Darbietung bei ihrer Verbreitung.

Wofür setzen Sie sich als Vertreter Ihrer Gruppe besonders ein?

Regisseure arbeiten naturgemäß mit Schauspielern/Sprechern, Musikern, Tonkünstlern und Komponisten eng zusammen. Darüber hinaus erleben wir Verleger und Produzenten als Partner im Kultur-Business. Alle zusammen haben neben den künstlerischen Erfolgen auch die wirtschaftlichen Ambitionen im Blick. Meine Aufgabe ist es, den Interessen der zahlenmäßig kleinen Gruppe im größeren Kreis der GVL Anerkennung zu verschaffen. Dies gelingt auf der Basis sachlicher Auseinandersetzung und gegenseitigen Respekts.

Warum ist die GVL eine wichtige Institution in der Musik- und Filmbranche?

Nicht nur in der Musik- und Filmbranche. Die künstlerische Schöpfung, also neben der Urheberschaft auch die Interpretation, bedarf besonderen Schutzes. Sie ist, verglichen mit einem Industriegut, ein sensibles Pflänzchen. Nur unter adäquaten Bedingungen ist kulturelles Leben garantiert.