Dr. Till Valentin Völger

Geburtsjahr und Geburtsort:

13. August 1987 in Berlin

Beruflicher Schwerpunkt:

Synchronschauspieler und Jurist

Vertreter der GVL-Berechtigten seit:

Juni 2014

Delegierter der Gruppe:

Synchronschauspieler und künstlerisch Vortragende

Warum sind Sie Delegierter der GVL?

Durch die Tätigkeit als Synchronschauspieler und die Vorstandsarbeit im InteressenVerband Synchronschauspieler e. V. bin ich schon oft mit verschiedenen rechtlichen und tatsächlichen Problemen der Branche in Berührung gekommen. Während meines Studiums habe ich mich dann vertiefend mit dem Urheber- und Medienrecht beschäftigt, speziell auch mit dem Recht der Verwertungsgesellschaften. Die Materie beschäftigt mich also sowohl praktisch als Synchronschauspieler als auch auf theoretischer Ebene. Vor diesem Hintergrund ist es mir auch ein persönliches Anliegen, die Bedingungen der Künstlerinnen und Künstler zu verbessern und ihre kollektivrechtlichen Ansprüche zur Geltung zu bringen.

Wofür setzen Sie sich als Vertreter Ihrer Gruppe besonders ein?

Als Vertreter der Gruppe „Synchronschauspieler uns künstlerisch Vortragende“ setze ich mich insbesondere für die in audiovisuellen Produktionen tätigen Künstler und deren Interessen ein. Die Schwierigkeit liegt hier unter anderem in der Zuordnung der jeweiligen Leistung zum jeweiligen Werk, da ein branchenweit einheitlich angewandter Identifikator derzeit nicht vorhanden ist. Hier bedarf es eines vereinfachten Meldeverfahrens. Ziel muss sein, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr eigenständig melden müssen, vielmehr sollten einheitliche Identifikationen und Meldevorgänge durch Produzenten und Sender selbst dazu führen, dass die Daten der GVL übertragen werden. Eine Aufgabe, die vor allem im Zusammenspiel mit den einzelnen Berufsverbänden zu bewältigen ist.

Warum ist die GVL eine wichtige Institution in der Musik- und Filmbranche?

Insbesondere in der Musik- und Filmbranche ist die Vielzahl der Nutzungsinteressenten und Vergütungsschuldner für den einzelnen Rechteinhaber unüberschaubar, wodurch eine individuelle Zuordnung der in Anspruch genommenen Leistungen unmöglich wird. Als Verwertungsgesellschaft im Bereich der Leistungsschutzrechte macht die GVL eine Realisierung vieler Ansprüche der Berechtigten somit überhaupt erst möglich. Durch die Bündelung der Rechte wird die Position der Rechteinhaber bei der gemeinsamen – auch internationalen – Wahrnehmung gestärkt und für die Nutzer eine zentrale Anlaufstelle für ein vereinfachtes Rechteclearing geschaffen. Zudem ist die Sozial- und Kulturförderung der GVL ein wichtiges Instrument zur individuellen und projektbezogenen finanziellen Unterstützung im Musik- und Filmbereich.