Christian Balcke

Geburtsjahr und Geburtsort:

1970 in Berlin

Beruflicher Schwerpunkt:

Orchestermusiker

Vertreter der GVL-Berechtigten seit:

2014

Delegierter der Gruppe:

Sonstige Orchester

Warum sind Sie Delegierter der GVL?

Zunächst bin ich selbst als Musiker im Filmorchester Babelsberg sowie als Aushilfe, Studiomusiker und Featured Performer „Klassik“ umfassend von der GVL im Rahmen meiner Leistungsschutzrechte- Vertretung abhängig und deshalb an einem  gut funktionierenden Miteinander interessiert.  Ich will mich daher für die GVL engagieren und ggf. auch mit konstruktiver Kritik zu Verbesserungen beitragen. Das System der Rechtewahrnehmung und Verteilung der GVL ist komplex. Ich stehe in diesem Zusammenhang für Transparenz, offene Kommunikation und eine Verteilung, bei der alle Künstler eine angemessene Honorierung Ihrer zweitverwerteten Leistung erhalten.

Wofür setzen Sie sich als Vertreter Ihrer Gruppe besonders ein?

Im Besonderen liegt mir als Vertreter der Gruppe der "Sonstigen Orchester" natürlich der Wert von Aufnahmen von Klangkörpern am Herzen und ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Meldung von Aufnahmen - sowohl für Klangkörpervertreter als auch den einzelnen Musiker - einfach und zuverlässig wird. Hierzu zählt auch eine Meldemöglichkeit aller Produktionen unabhängig von einer bereits erfolgten und gemeldeten Sendung (Vita- Funktion). Im Rahmen der Internationalisierung des Systems der Leistungsschutzrechte möchte ich ebenfalls ausländische Nutzungen nicht vergessen, bei denen derzeit noch keine Anteile an Künstler entrichtet werden, bzw. das System einer konkreten und zuzuordnenden internationalen Meldung im Auge behalten.
     

Warum ist die GVL eine wichtige Institution in der Musik- und Filmbranche?

Das System der Leistungsschutzrechte wird wie das des Urheberrechtes leider nicht nur von Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen sondern auch von Teilen der Öffentlichkeit als verzichtbar angesehen.  Den aus einer erfolgreichen Zweitverwertung erzielten Mehrwert mit den beteiligten Künstlern angemessen zu teilen, ist ein guter Grundsatz, der jedoch auch verhandelt und umgesetzt werden muss. Hierbei hat die GVL auch in den letzen Jahren gute Arbeit geleistet. Es gilt jedoch weiterhin, diesen Gedanken der Zweitverwertung auch international auszubauen und, wo nötig, zu verteidigen. Dies kann ein einzelner Musiker nur als Partner einer starken GVL.